Datenklau – wie er verhindert werden kann

Sarina Kraft 07/01/2019, Branchen News

Das Thema Datenklau ist wieder in aller Munde, nachdem in den vergangenen Wochen private Daten hunderter Politiker und Prominenter veröffentlicht wurden. Vor allem die Politik ist aufgeschreckt. Die Grünen-Politiker Konstantin Notz und Malte Spitz fordern in einem Beitrag bei Spiegel Online: "Die Zwei-Faktor-Authentifizierung muss ebenso zum verpflichtenden Standard werden wie starke Passwortvorgaben."

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) prüft strengere Sicherheitsvorgaben für Softwarehersteller und Betreiber von Internetplattformen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will in dieser Woche die Öffentlichkeit "ausführlich" über die Ermittlungsergebnisse in dem Fall informieren.

In einem Beitrag auf golem.de wird beschrieben, wie Hacker die Zweifaktor-Authentifizierung für Twitter des YouTubers Simon Unge ausgehebelt haben. Was hier Politikern und Prominenten passiert ist, kann Unternehmen gleichermaßen treffen. Aus diesem Grund gibt das BSI schon länger Hilfestellungen, wie man die Zugänge zu Systemen absichern kann. Was hier vor allem für die Bürger empfohlen wird, kann für Unternehmen gleichermaßen Anwendung finden.

Zweifaktor-Authentifizierung ist für sensible Daten alternativlos

Hätte Simon Unge Zweifaktor-Authentifizierung neben Twitter auch bei seinem Gmail Konto eingesetzt, wären seine Daten nicht abgreifbar gewesen. Aus diesem Grund zählt es, auch laut BSI, zu einer der sichersten Methoden seine Logins durch einen zweiten Faktor abzusichern. Gerade im Umgang mit sensiblen Kundendaten oder Unternehmensgeheimnissen zeigt der aktuelle Fall, dass es höchste Zeit ist nachzurüsten, sofern Sie nicht schon eine entsprechende Lösung im Einsatz haben. Ein entsprechender Datenverlust im großen Stil ist meldepflichtig, selbst wenn er durch unsichere Passwörter von Mitarbeitern verursacht wurde. Aus diesem Grund drohen Unternehmen neben dem Schaden durch den Datenklau auch erhebliche Imageschäden. Wie man an dem aktuellen Fall deutlich sehen kann, sind die Medien sehr hellhörig ob dieser Thematik.

Laut BSI ist eine Absicherung mittels zweitem Faktor bei jeder Art von Zugang empfehlenswert. Geht es um besonders schützenswerte Daten, was in Unternehmen immer der Fall ist, ist sie der Empfehlung zufolge sogar alternativlos.

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